Kunstknallen

Der Kunstknall macht Kunstknallen 

von Januar – Juni 2024
10 x Tandemausstellung + 1 Performanceprojekt 
von und mit Künstler:innen der HfBK Dresden
im BIAS, Rudolf-Leonhard-Straße 19, 01097 Dresden

Kunst lebt von Kooperationen, genau dies hat das Ausstellungsprojekt KUNSTKNALLEN der HfBK Dresden vor und dies selbstverständlich ebenfalls in Kooperation, mit dem Kunstraum BIAS. Das BIAS in der Dresdner Neustadt nimmt das Projekt nicht nur räumlich auf, sondern unterstützt dankenswert auch mit seiner Infrastruktur. Kooperieren werden weiterhin elf Tandems aus aktuell Studierende und Absolvent:innen der HfBK Dresden in zehn Ausstellungsprojekten und einem Performance Projekt.

Es werden Arbeiten von Künstler:innen korrespondieren, die zu ganz unterschiedlichen Zeiten an der HfBK Dresden studierten bzw. dies aktuell noch tun. Verschiedenen künstlerischen Formaten blicken wir gespannt entgegen – seien es immersive Inszenierungen, Performances, Installationen, Videoprojekte, Malereien der Fakultäten I und II der HfBK Dresden.

Ein Austausch auf Augenhöhe und in viele Richtungen zwischen den beteiligten Künstler:innen, dem Publikum und der Kunst.

Unterstützt und gefördert wird das Projekt von dresden|exists und dem Freundeskreis der HfBK Dresden.

AKTUELL

 

Die nächste Ausstellung wird am 1.2., 19 Uhr eröffnet mit Arbeiten der Künstler:innen Anna Lorenzana und Ludwig Kupfer.

   
Ludiwig Kupfer (2019), o.T.                   Anna Lorenzana (2023), Times-New-Roman-(Screenshot-series)

Fotografische Perspektiven auf unsere alltägliche Umgebung sind für die Künstler:innen Anna Lorenzana und Ludwig Kupfer der Beginn für ihre jeweiligen künstlerischen Positionen. Für beide ist es ein Mittel der Untersuchung menschengemachter Form und Oberflächen. Im Ausgangspunkt und dem künstlerischen Interesse im Geiste verwandt, ziehen Sie doch unterschiedliche Schlüsse für Ihre Arbeiten und setzen jeweils einen anderen Fokus.

So entstehen bei Kupfer keine Ansichten von Architekturen, vielmehr sind es Bruchstücke und Fragmente, die die Seherinnerung der Betrachter:innen anregen, aber keine Klarheit über das Gesehene verschaffen. Die Bildelemente erinnern sowohl an architektonische, wie auch an typografische Formen und Symbole, die aus den fotografischen Studien nun in einen anderen, malerischen Kontext übertragen und verfremdet werden. Denselben Ursprung hat die Farbgebung seiner Malereien, die architektonischen Oberflächen entnommen werden, beispielsweise Fassaden, Werbetafeln oder Signalmarkierungen.

Lorenzana wiederum nutzt Bildschirmfotos als Ausgangsmaterial, um Details der Bedienoberflächen von Computersystemen der 1990er Jahre einzufangen. Die Übersetzung dieser Artefakte erfolgt in Materialien wie Mosaik und Keramik. Seit der Antike sind dies Techniken, mit denen Eindrücke und Geschichten langfristig bewahrt und erhalten werden können.

Ludwig Kupfer studierte von 2010 – 2016 an der HfBK Dresden als Meisterschüler und ist seit 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für Gestaltungslehre an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Dresden in der Lehre tätig.

Anna Lorenzana studiert seit  2019 an der HfBK Dresden Bildende Kunst bei Prof. Nevin Aladağ. 

GEÖFFNET 16 – 19 Uhr (außer 5./6.2.)

TERMINE
08.02.2024 17:00 Artist-Talk mit Ludwig Kupfer: Zwischen Wissenschaft, Kunst und Lehre

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KOMMENDE AUSSTELLUNGEN

 

KUNSTKNALLEN#3 15.2. – 24.2.

  

Nima Emami (2023), Dreambloom        Deborah Geppert, Illusionsion of separation (2023) Multimedia Installation

„Dreaming Reality“
NIMA EMAMI & DEBORAH GEPPERT
Eröffnung: 15.2., 19 Uhr

Die kritische Auseinandersetzung des menschlichen Bezugs zu Natur und Gesellschaft verwandeln die Künstler:innen Nima Emami und Deborah Geppert in eine Traumwelt voller schöner und ästhetischer Formen, Farben und Kontexten. Es entsteht ein eigenes kleines Universum, dass die Besucher:innen an das oft Vergessene – die Schönheit und die wundervolle Unfassbarkeit unseres Heimatplaneten – erinnern soll.

Ihr Ziel im Rahmen dieser Ausstellung ist es im gemeinsamen Prozess und Schaffen, den Raum mit etlichen Medien zu bespielen und einzunehmen, sei es anhand von Deborah Gepperts 3D-Animationen, oder Nima Emamis (Wand-) Malereien. Es soll eine vielschichtige Atmosphäre entstehen in der die fast absurd schönen und knalligen Farben, die in der Natur vorkommen, den Innenraum verwandeln. Eine fast schon überzogene Welt voller sinnlich verzaubernder Eindrücke wird von den beiden Künstler:innen erschaffen, gleichwohl im Respekt darum, dem Original nicht wirklich umfassend nahe kommen zu können.

GEÖFFNET 16 – 19 Uhr (außer 20.2.)

TERMINE
19.02.2024 16:00 Artist-Talk mit Deborah Geppert: Kunst und Produktionskosten
22.02.2024 18 Uhr DINNER mit Nima & Deborah

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KUNSTKNALLEN #4 29.2. – 9.3.

 

Virginia Lorenzetti, I met myself halfway (2023)     Stefan Lenke, Austellungsansicht (2023)

Beyond the glitch

VIRGINIA LORENZETTI & STEFAN LENKE
Eröffnung: 29.2., 19 Uhr

Vielschichtigkeit auf vielen Ebenen und diese gekonnt eingefasst im Rahmen einzelner Werke ist dem in Jena geborene Stefan Lenke (1976) und der aus Rom stammende Virginia Lorenzetti (geb. 1998) eigen. Im visuellen Rythmus vergleichbarer Themen und dem Greifen zu ähnlichen optischen Strategien vereinen sich ihre Arbeiten.

Dabei treffen kleine Störungen harmonischer Strukturen in den Arbeiten von Lenke auf die Harmonisierung der Willkür bei Lorenzetti und münden in einen gemeinsamen Dialog.

Ihre Arbeiten überraschen einzeln und gemeinsam durch scheinbare Widersprüche und Überlappungen, sie reizen das Auge und die Gedanken der Betrachter:innen. Melancholie trifft auf Freude und irgendwo zwischen den Schichten bekommt man eine kaum greifbare Frage – wo transferiert sich die Form in das Gefühl?

GEÖFFNET 16 – 19 Uhr (außer 04./05.03.)

TERMINE
01.03.2024 15:00 Artist-Talk mit Stefan Lenke: Kunstmarkt, Jobs, Universität

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VERGANGENE AUSSTELLUNGEN

 

Den Auftakt machten am 18.01., 19 Uhr, die Künstler:innen Dina Zaitev und Lisa Rüger mit Ihrer Ausstellung “Agatha left me”.

Agatha left me 

Dina Zaitev & Lisa Rüger, Installation, Video

18.01.2024, 19 Uhr | Kunstknallen #1 | BIAS, Rudolf-Leonhard-Straße 19, 01097 Dresden

Wo entstehen Schutzräume und für wen erschaffen wir Kunst?

Minne di sant’agata heißen einige der „funny pastries“, die mit Kirschen verziert die Bäckereien in den sizilianischen Straßen schmücken. Benannt nach Agatha von Catania. Ob Agathabrot oder Minni di virgini, sie alle sind essbare Darstellungen Agathas runder Brüste. Brüste, die ihr mit Zangen abgeschnitten wurden, weil sie sich der Heirat verweigerte um ihre „Jungfräulichkeit“ zu behalten. Zur Strafe gefoltert, ist sie heute eine verehrte Heilige und Schutzpatronin. Ihre Attribute, die abgeschnittenen Brüste auf einem Tablett, verzieren weiterhin mittelalterliche Gemälde und Theken italienischer Gebäckverkäufer:innen und bilden für diese Arbeit Schnittstelle und Reflexionsraum.

Agatha left me ist ein Dialog zwischen Trost und Trauer, zwischen Leid, Realitätsflucht und Selbstfindung; zwischen Wut, Pop und Projektion; zwischen Identität, Geschlecht, Körper und Gesellschaft. Ein Dialog zwischen zwei künstlerischen Positionen und ihren verschiedenen Bewältigungsstrategien mit struktureller, expliziter Gewalt und sexualisierter Gewalt an Körpern zu begegnen. Hier präsentiert von Dina Zaitev und Lisa Rüger, Meisterschülerin und Alumni der HfBK Dresden.

  • 19.01.2024 17:00 Artist-Talk
  • 25.01.2024 mit Performance (Teil des OPEN STUDIO des Bühnen-& Kostümbild Studiengangs)
  • 27.01.2024 17:00 Finissage mit Performance

Ausstellung ab 16 Jahren, geöffnet 18.–27.01.2024 | 17 bis 20 Uhr | nicht geöffnet am 22. & 23.01.

 

https://www.instagram.com/kunstknalldresden/